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Integrationskurse

Die auf der Kreativ-Synthethischen© Methode basierenden Lehr- und Lernmaterialien (siehe Verlag Mari Aradgoli) weisen in ihrer Planung, der Neuartigkeit ihrer Gestaltung und hinsichtlich der didaktischen Aspekte grundsätzlich auf einen erweiterten Ansatz in der Alphabetisierungsarbeit hin. Gleichzeitig mit dem Schriftspracherwerb ist das Erlernen der Zweit-/Fremdsprach ermöglicht.

Diese Vernetzung verleiht dem Schriftspracherwerb eine weitere Bedeutung, sowohl für deutschsprachige als auch für nichtdeutschsprachige Gruppenteilnehmer. Deshalb eignet sich die vorliegende Methode hervorragend zum Einsatz in Integrationsprogrammen Geringqualifizierter.

Dieser Ansatz der Vermittlung der Sprache innerhalb der Grundbildung begleitet den Unterricht schon von der ersten Stufe (der Alpha-Stufe) und ist in der Gamma Stufe in ungewöhnlicher Art und Weise umgesetzt worden.

Die vier Stufen der funktionalen Grundbildung, die mit dem aufeinander aufbauendem Stufenkonzept klare Strukturen aufzeichnen und entsprechenden Zielsetzungen folgen, können flexibel und binnendifferenziert in Integrationskurse eingesetzt werden. Das Modell bietet verschiedene Optionen, je nach Randbedingungen und Voraussetzungen, werden die entsprechenden Alternativen ausgewählt.

Ziel der Integrationsprogramme und die Forderung, sich in der Arbeitswelt zurecht zu finden, ist, Deutsch als Zweitsprache so schnell wie möglich zu lernen: Aus der Sicht des Lernenden ist es wichtig, sich in dem zweiten Heimatland mit der deutschsprachigen Mehrheitsgesellschaft identifizieren zu können, sich wohl zu fühlen und effektiv arbeiten und die alltäglichen Angelegenheiten erledigen zu können. Ohne Sprache ist ein Mensch in einer Gesellschaft Außenseiter und ist kaum erwünscht. Erst wenn man die Sprache ihrer Gesellschaft gelernt hat, ist er ein aktives Mitglied der Gesellschaft. Es wäre daher nicht im Sinne einer zielgerechten Alphabetisierungsarbeit diese dem Lernenden länger vorzuenthalten. Es ist also nicht förderlich, das Erlernen des Lesens und Schreibens und die Vermittlung der deutschen Sprache voneinander zu trennen. Die Zwiespältigkeit, die die Lernenden in den Alphabetisierungskursen erleben, gibt es bei unserem Konzept von Alphabetisierung nicht (veröffentlicht als Kompakt Alpha 1 (1997)). Die Methode setzt sich für eine gemeinsame Alphabetisierung Hand in Hand mit der Vermittlung der Sprache ein, und das bedeutet natürlich für Deutschland, dass Alphabetisierung gleichzeitig mit der Vermittlung der deutschen Sprache erfolgt.
Hierzu werden in unserem Konzept für die Integrationskurse frühzeitig in der Grundbildung Elemente aus der Gamma Stufe intensiver im ersten Teil der Alpha Stufe (Alphabetisierung) integriert bzw. eingesetzt. Dies motiviert die Lernenden zusätzlich, weil sie noch mehr Sinn in den Lehrgang Alphabetisierung sehen, als nur Lesen und Schreiben zu lernen.